Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So finden Sie den Bericht Soziale Netzwerke
Klicken Sie im Seitenmenü auf «Akquisition».
Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Soziale Netzwerke».
Der Bericht Soziale Netzwerke öffnet sich.
Wann Sie hier hinschauen sollten
Social Media läuft schnell, dieser Bericht muss es nicht. Vier Gelegenheiten, bei denen sich der Blick auszahlt:
- Zwei bis drei Tage nach einem Beitrag. Sie haben etwas auf LinkedIn geteilt oder ein Reel hochgeladen. Jetzt zeigt sich, ob aus der Aufmerksamkeit auch Besucher geworden sind. Vorher zu schauen bringt wenig, nachher wird die Spur kalt.
- Wenn Sie sich fragen, ob eine Plattform sich noch lohnt. Jeder Kanal kostet Sie Zeit, jede Woche. Hier steht, was zurückkommt. Manchmal ist die Antwort unangenehm deutlich.
- Wenn Ihre Besucherzahlen unerklärlich steigen. Ein Ausschlag in der Besucher-Übersicht ohne ersichtlichen Grund? Häufig hat jemand Ihren Inhalt geteilt, ohne dass Sie davon wussten. Hier finden Sie die Quelle.
- Beim monatlichen Rundgang. Ein Kanal, der über Wochen nachlässt, fällt Ihnen im Alltag nicht auf. In der Liste schon.
Die Tabelle
Die Tabelle ist der Kern des Berichts. Jede Zeile ist ein Netzwerk (zum Beispiel Facebook, LinkedIn, YouTube, X, Instagram oder TikTok), das Ihnen Besucher geschickt hat.
Oben rechts in der Box wählen Sie zwischen zwei Ansichten:
- Tabelle (Standard). Die schlanke Übersicht mit den zwei wichtigsten Angaben.
- Erweiterte Tabelle. Dieselbe Liste, aber mit allen Detailwerten zur Qualität der Besucher.
Tabelle (einfach)
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Netzwerk | Das soziale Netzwerk. |
| Besuche | Wie viele Besuche von diesem Netzwerk zu Ihnen kamen. |
Erweiterte Tabelle
Hier kommen vier zusätzliche Spalten dazu. Sie verraten Ihnen, ob es gute Besucher sind:
| Spalte | Bedeutung | Was es Ihnen sagt |
|---|---|---|
| Netzwerk | Name und Logo der Plattform. | |
| Besuche | Anzahl Besuche von diesem Netzwerk. | Ihr Mengenwert: wie viele Besucher diese Plattform bringt. |
| Aktionen | Summe aller Handlungen dieser Besucher (Seiten anschauen, Klicks). | Mehr Aktionen bedeutet aktivere Besucher. |
| Aktionen pro Besuch | Aktionen geteilt durch Besuche. | Zeigt, wie tief die Besucher eintauchen. Ein Wert nahe 1 heisst: sie schauen nur eine Seite an und gehen wieder. |
| Aufenthaltsdauer | Wie lange die Besucher im Schnitt bleiben. | Länger heisst: die Quelle bringt interessierte Besucher. |
| Absprungrate | Anteil der Besucher, die nach einer einzigen Seite sofort wieder weg sind. | Niedrig ist gut. Hoch heisst: die Quelle bringt Besucher, die nichts mit Ihnen anfangen können. |
Zwei Spalten entscheiden. Die Besuche sagen Ihnen, wie viele kamen. Die Absprungrate sagt Ihnen, ob es sich gelohnt hat. Erst zusammen ergeben sie ein Urteil. 500 Besucher, von denen 490 sofort weg sind, bringen Ihnen ungefähr so viel wie 10 Besucher. Umgekehrt kann eine Plattform mit 50 aufmerksamen Besuchern Ihr wertvollster Kanal sein, obwohl sie in der Liste ganz unten steht.
Bei Social Media dürfen Sie dabei etwas gnädiger sein als bei anderen Quellen. Wer beim Scrollen kurz abgelenkt klickt, ist naturgemäss flüchtiger als jemand, der in einem Fachartikel bewusst einem Link folgt. Vergleichen Sie die Netzwerke deshalb untereinander und nicht mit Ihrer besten Quelle aus dem übrigen Web.
Was Sie hier einstellen können
- Sortieren: Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift, um auf- oder absteigend zu sortieren.
- Einträge pro Seite: Unten wählen Sie, wie viele Zeilen angezeigt werden (10, 25, 50 oder Alle).
- Blättern: Bei langen Listen blättern Sie unten durch die Seiten.
Der ausgewertete Zeitraum richtet sich immer nach der Datumsauswahl oben. Stellen Sie dort einen anderen Zeitraum ein, passt sich der ganze Bericht sofort an.
Wenn nichts da ist
Steht im gewählten Zeitraum kein Besuch aus sozialen Netzwerken zur Verfügung, erscheint der Hinweis «Noch keine Besuche von sozialen Netzwerken im gewählten Zeitraum.» Das ist kein Fehler. Dann hat in dieser Zeit einfach niemand über ein soziales Netzwerk zu Ihnen gefunden.
Warum hier weniger steht als in Ihrer Plattform-Statistik
Diese Beobachtung machen fast alle, und sie sorgt regelmässig für Zweifel: LinkedIn meldet 40 Klicks, hier stehen 22 Besuche. Beide Zahlen sind richtig, sie messen nur nicht dasselbe.
- Ein Klick ist noch kein Besuch. Wer mitten im Laden abbricht, weil die Verbindung wackelt oder er es sich anders überlegt, zählt bei der Plattform als Klick und bei Ihnen als niemand.
- Manche Apps verraten ihre Herkunft nicht. Öffnet ein Netzwerk Ihren Link im eingebauten Browser, geht dabei mitunter die Information verloren, woher der Besucher kam. Dieser Besuch erscheint dann nicht hier, sondern unter «Direkt». Sichtbar ist er also, nur eben an einem anderen Ort.
- Geteilte Links wandern weiter. Jemand schickt Ihren Beitrag per Chat oder Mail an drei Kollegen. Deren Besuche tauchen ebenfalls unter «Direkt» auf, obwohl der Ursprung Ihr Post war.
Die Detailansicht
Klicken Sie auf eine beliebige Zeile in der Tabelle. Von rechts fährt die Detailansicht herein und zeigt Ihnen alles über dieses eine Netzwerk. Mit einem Klick auf das X schliessen Sie das Fenster wieder.
In der Detailansicht erkennen Sie:
Statistik
Vier Kennzahlen zu diesem Netzwerk:
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Besuche | Wie viele Besuche von diesem Netzwerk kamen. |
| Eindeutige Besucher | Wie viele verschiedene Besucher dahinterstehen (wer mehrfach kommt, zählt trotzdem als einer). |
| Ø Aufenthalt | Wie lange diese Besucher im Schnitt bei Ihnen bleiben. |
| Absprungrate | Anteil, der nach einer Seite sofort wieder weg ist. |
Verlauf
Eine kleine Kurve zeigt, wie sich die Besuche von diesem Netzwerk über die Zeit entwickelt haben. So sehen Sie, ob ein Post gerade frisch Wirkung zeigt oder ob es wieder ruhiger wird. Ist nichts vorhanden, steht dort ein «—».
Diese Kurve erzählt Ihnen etwas über Social Media, das keine Kennzahl so deutlich sagt: Die Wirkung hält kurz. Ein Beitrag bringt seinen Ausschlag am ersten und zweiten Tag, danach flacht es ab, egal wie gut er war. Wer stetig Besucher möchte, muss stetig etwas veröffentlichen. Eine gute Webseite arbeitet noch Monate später für Sie, ein guter Post arbeitet zwei Tage.
Meistbesuchte Einstiegsseiten
Auf welcher Seite Ihrer Webseite die Besucher von diesem Netzwerk zuerst gelandet sind. Die Top 5, mit Besuchszahl und einem kleinen Balken zum Vergleich. So erkennen Sie, welche Ihrer Seiten über dieses Netzwerk am meisten Aufmerksamkeit bekommen. Gibt es keine Daten: «Keine Einstiegsseiten im gewählten Zeitraum.»
Meistbesuchte Folgeseiten
Wohin die Besucher danach weitergeklickt haben. Die Top 5 der Seiten, die sie nach der Einstiegsseite besucht haben. Das verrät Ihnen, ob die Besucher wirklich stöbern oder gleich wieder gehen. Gibt es keine Daten: «Keine Folgeseiten im gewählten Zeitraum.»
Lesen Sie die beiden Listen als Anfang und Ende einer kurzen Geschichte. Oben steht, wo der Besucher hereinkam, unten, wohin er ging. Führt der Weg von der Angebotsseite weiter zum Kontaktformular, hat Ihr Beitrag genau das getan, was er sollte. Bleibt die untere Liste dagegen leer, war der Besuch eine Sackgasse. Das ist keine Schande, aber es ist ein Auftrag: Auf dieser Einstiegsseite fehlt der nächste Schritt.
Geräte
Ein kleines Säulendiagramm zeigt, mit welchen Geräten diese Besucher unterwegs waren: Desktop (Computer), Mobile (Handy), Tablet und weitere. Gibt es keine Daten: «Keine Geräte-Daten im gewählten Zeitraum.»
Gerade bei sozialen Netzwerken ist das oft besonders aufschlussreich, weil sehr viele Besucher Social Media auf dem Handy nutzen. Zeigt eine wichtige Plattform überwiegend Mobile, dann entscheidet sich der Erfolg dieses Kanals auf einem kleinen Bildschirm. Prüfen Sie in diesem Fall die Einstiegsseite einmal selbst auf dem Handy, bevor Sie an der Plattform zweifeln.
Subdomains
Dieser Bereich ist etwas Besonderes, das viele andere Statistik-Werkzeuge so nicht zeigen. Statt einfach nur «Facebook» zu schreiben, zeigt Ihnen Trustlytics, woher genau innerhalb des Netzwerks die Besucher kamen. Die Top 5 mit Besuchszahl und Balken. Ein paar Beispiele bei Facebook:
m.facebook.com: jemand hat über den mobilen Facebook-Browser geklickt.l.facebook.com: jemand ist über einen geteilten Link gekommen.lm.facebook.com: jemand hat über den Facebook Messenger geklickt.
So erkennen Sie, wie und wo Ihre Inhalte tatsächlich geteilt und angeklickt werden. Gibt es keine Daten: «Keine Subdomain-Daten im gewählten Zeitraum.»
Wofür das gut ist: Kommt ein grosser Teil über den Messenger, werden Ihre Inhalte privat weitergeschickt statt öffentlich geteilt. Das sieht in der App nach wenig aus, weil kaum jemand darunter kommentiert, ist aber ein hervorragendes Zeichen. Wer etwas einem Bekannten schickt, meint es ernster als jemand, der nur ein Herz antippt.
Typische Aha-Momente
Ein paar Muster, die Ihnen früher oder später begegnen:
- Die Plattform, auf der Sie am meisten arbeiten, liefert am wenigsten. Unangenehm, aber nützlich. Meistens ist es die, auf der Sie am längsten dabei sind und am meisten Gewohnheit steckt.
- Ein Kanal, den Sie kaum bedienen, bringt gute Besucher. Wenige Besuche, aber lange Verweildauer und Folgeseiten. Das ist ein Hinweis, wo Ihr eigentliches Publikum sitzt. Geben Sie ihm ein paar Wochen bewusst mehr Aufmerksamkeit und schauen Sie dann erneut.
- Nicht die Startseite ist der Einstieg, sondern ein alter Beitrag. Dann kursiert etwas von Ihnen, das Sie längst vergessen haben. Ein guter Moment, diesen Inhalt aufzufrischen, statt etwas Neues zu schreiben.
- Über 90 Prozent Mobile. Bei Social Media ist das keine Ausnahme, sondern die Regel. Ihre Einstiegsseiten müssen also auf dem Handy funktionieren, nicht am Bildschirm, an dem Sie sie gebaut haben.
Was bringt mir das?
Social Media misst sich selbst gern in Zahlen, die niemandem etwas bringen. Dieser Bericht rechnet in Besuchern:
- Sie erfahren, was von Ihrer Arbeit übrig bleibt. Nicht Reichweite, nicht Impressionen, sondern Menschen, die tatsächlich bei Ihnen gelandet sind.
- Sie erkennen Menge und Qualität getrennt. Viele Klicks sind schnell erreicht. Besucher, die bleiben, nicht. Aufenthaltsdauer und Absprungrate trennen das eine vom anderen.
- Sie können Zeit umschichten statt hinzufügen. Ihr Tag hat nicht mehr Stunden, wenn ein neuer Kanal dazukommt. Hier steht, welcher es wert ist.
- Sie sehen, welcher Inhalt auf welcher Plattform zieht. Die Einstiegsseiten verraten es. Danach spielen Sie Themen gezielt dort aus, wo sie ankommen.
Der ehrlichste Nutzen ist aber ein anderer: Dieser Bericht schützt Sie davor, Aufwand mit Wirkung zu verwechseln. Vier Kanäle halbherzig zu bedienen kostet mehr Kraft als einer richtig, und bringt in der Regel weniger. Sobald Sie schwarz auf weiss sehen, welcher Kanal trägt, wird diese Entscheidung leicht.
Häufige Fragen
Warum sehe ich ein Netzwerk nicht, das ich nutze?
Es erscheint erst, wenn von dort tatsächlich jemand auf Ihre Webseite geklickt hat. Sie können also fleissig posten, ohne dass hier etwas auftaucht, solange niemand den Link anklickt.
Kann ich sehen, welcher einzelne Beitrag die Besucher gebracht hat?
In diesem Bericht nicht, hier wird pro Netzwerk gezählt und nicht pro Beitrag. Möglich ist es aber: Hängen Sie an den Link im Beitrag eine Kennzeichnung an. Den passenden Link bauen Sie sich in wenigen Klicks mit der Kampagnen-URL-Generator zusammen. Der Besuch erscheint danach im Bericht Kampagnen, mit dem Namen, den Sie selbst vergeben haben. Das lohnt sich für alles, was Ihnen wichtig ist: eine Aktion, eine Einladung, eine neue Seite. Wenn Sie mehrere Kanäle betreuen, wird dieses Anhängen von Hand allerdings schnell mühsam, und genau dort passieren die Fehler. Ein Tippfehler in der Kennzeichnung, und der Beitrag erscheint später unter einem falschen Namen. Für diesen Fall haben wir zappzy gebaut, unser eigenes Werkzeug fürs Planen und Veröffentlichen von Social-Media-Beiträgen. Es ist ein separates Produkt und wird nicht für Trustlytics benötigt. Wer aber ohnehin mit einem Planungswerkzeug für Social Media arbeiten möchte, wirft am besten selbst einen Blick darauf.
Meine Plattform meldet mehr Klicks, als hier Besuche stehen. Wer hat recht?
Beide. Ein Klick, der abbricht, zählt bei der Plattform trotzdem. Und wenn die App Ihren Link in ihrem eingebauten Browser öffnet, geht dabei manchmal die Information über die Herkunft verloren, dann landet der Besuch unter «Direkt» statt hier. Ausführlich steht das weiter oben im Abschnitt zu diesem Unterschied.
Warum steht bei Facebook manchmal «m.», «l.» oder «lm.» davor?
Das sehen Sie nur in der Detailansicht unter «Subdomains». Es zeigt, über welchen Weg innerhalb des Netzwerks die Besucher kamen (mobiler Browser, geteilter Link, Messenger). In der Haupttabelle werden alle diese Wege als ein einziges «Facebook» zusammengefasst, damit die Übersicht sauber bleibt.
Warum ist mein Bericht am Anfang fast leer?
Der Bericht füllt sich, sobald Besucher über soziale Netzwerke zu Ihnen kommen. Am Anfang oder bei wenig Social-Media-Aktivität kann das ein paar Tage dauern.
Ein Netzwerk schickt mir viele Abspringer. Was mache ich damit?
Zuerst nachschauen, was Sie dort verlinkt haben und wohin der Klick führt. Oft verspricht der Post etwas anderes, als der Besucher bei Ihnen vorfindet. Bringen Sie beides näher zusammen, dann bleiben die Besucher auch länger. Und schauen Sie sich die Einstiegsseite einmal selbst auf dem Handy an, denn genau dort landen die meisten Social-Media-Besucher.
Wie hoch ist eine normale Absprungrate bei Social Media?
Höher als bei Ihren übrigen Quellen, das dürfen Sie einkalkulieren. Wer beim Scrollen spontan klickt, entscheidet sich auch spontan, wieder zu gehen. Setzen Sie deshalb keinen festen Zielwert, sondern vergleichen Sie Ihre Netzwerke untereinander und beobachten Sie, ob es über die Wochen besser wird.