Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So finden Sie den Bericht Leistung
Klicken Sie im Seitenmenü auf «Verhalten».
Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Leistung».
Der Bericht Leistung öffnet sich.
Wann Sie hier hinschauen sollten
Das Tückische am Tempo: Sie merken selbst nichts davon. Ihre Webseite liegt im Zwischenspeicher Ihres Browsers und öffnet sich bei Ihnen sofort. Genau deshalb lohnt sich der Blick in diesen Bericht zu bestimmten Gelegenheiten:
- Nachdem Sie etwas eingebaut haben. Ein neues Plugin, ein Bildslider, ein Chat-Button, ein Werbeskript. Solche Zusätze sind die häufigste Ursache, wenn eine Seite plötzlich lahmt. Schauen Sie ein paar Tage später nach, ob der Score gehalten hat.
- Wenn viele Besucher schnell wieder gehen. Hohe Absprungrate, kurze Aufenthaltsdauer, und Sie finden keinen inhaltlichen Grund dafür? Dann könnte es schlicht am Warten liegen. Hier sehen Sie, ob dieser Verdacht stimmt, bevor Sie an Ihren Texten herumschrauben.
- Bevor Sie Geld in die Optimierung stecken. Steht der Score auf Grün, sparen Sie sich die Ausgabe. Steht er auf Orange oder Rot, wissen Sie nicht nur, dass sich die Arbeit lohnt, sondern auch, an welcher Stelle.
- Nach einem Wechsel beim Hosting oder einem Relaunch. Der Trend zeigt Ihnen schwarz auf weiss, ob die Umstellung tatsächlich etwas gebracht hat. Kein Bauchgefühl, kein Versprechen der Agentur, sondern die Kurve.
- Sonst alle paar Monate einmal. Webseiten werden mit der Zeit von selbst langsamer. Es kommen Bilder dazu, Skripte, Erweiterungen. Ein Blick pro Quartal genügt, um zu merken, wenn es schleichend bergab geht.
Der Performance-Score
Ganz oben sehen Sie eine Gesamtnote von 0 bis 100 als Tacho-Anzeige. Die Skala kennen Sie vielleicht von Google Lighthouse. Der Unterschied liegt darunter: Bei uns stecken die Messwerte Ihrer echten Besucher dahinter. Eine einzige Zahl mit Farbe, die Ihnen sofort sagt, wie es um das Tempo Ihrer Seite steht:
| Farbe | Wert | Was das heisst |
|---|---|---|
| 🟢 Grün | 90 bis 100 | Ihre Webseite ist schnell. Weiter so. |
| 🟠 Orange | 50 bis 89 | Da geht mehr. |
| 🔴 Rot | 0 bis 49 | Ihre Seite bremst. Hier verlieren Sie Besucher. |
Diese eine Zahl fasst die wichtigsten Messwerte zusammen. Sie sagt Ihnen, ob Sie weiterlesen müssen. Sie sagt Ihnen noch nicht, was genau bremst. Dafür sind die Abschnitte weiter unten da.
Direkt neben dem Tacho stehen fünf Kennzahlen mit den Werten, aus denen sich der Score zusammensetzt: LCP, INP, CLS, FCP und die Ladezeit. Was diese Kürzel bedeuten, erklären wir gleich bei Core Web Vitals.
Und das Praktische: Die Kennzahlen tragen dieselben Farben wie der Tacho. Grün, Orange oder Rot. Sie müssen also nichts selbst ausrechnen. Ein Blick über die Reihe genügt. Leuchtet alles grün, läuft Ihre Seite rund. Taucht irgendwo Rot auf, wissen Sie sofort, welcher Wert Sie nach unten zieht.
Langsamste Seiten
Hier erkennen Sie, welche Seiten Ihre Besucher am längsten warten lassen. Pro Seite eine Zeile mit diesen Spalten:
| Spalte | Was sie bedeutet |
|---|---|
| Seite | Die Adresse (URL). |
| Seitenansichten | Wie oft die Seite aufgerufen wurde. Zeigt, wie viele Besucher betroffen sind. |
| Ø Ladezeit | Wie lange Ihre Besucher im Schnitt warten, bis sie die Seite nutzen können. |
| Ø Netzwerk/td> | Zeit für den Verbindungsaufbau zum Server. |
| Ø Server | Wie lange Ihr Server bis zur Antwort braucht. |
| Ø DOM | Zeit, die der Browser braucht, um die Seite aufzubauen. |
Was Ihnen das bringt: Ein guter Gesamtscore heisst nicht, dass jede Seite schnell ist. Oft ziehen ein, zwei Seiten den Schnitt nach unten, während der Rest tadellos läuft. Genau die finden Sie hier. Die Rechnung ist einfach: Ladezeit mal Anzahl Aufrufe ergibt die verlorene Zeit. Eine Seite mit 4 Sekunden und 2000 Aufrufen im Monat schadet Ihnen mehr als eine mit 9 Sekunden und 30 Aufrufen. Die zweite darf warten.
Und die drei Spalten Netzwerk, Server und DOM verraten Ihnen die Ursache: Ist Ø Server hoch, hakt es beim Hosting. Ist Ø DOM hoch, sind zu viele oder zu grosse Elemente auf der Seite (Bilder, Skripte). So schrauben Sie nicht blind an der ganzen Webseite herum, sondern reparieren die zwei, drei Seiten, die wirklich bremsen.
Praktischer Nebeneffekt: Diese drei Spalten sagen Ihnen auch, wen Sie anrufen müssen. Server und Netzwerk gehen an Ihren Hosting-Anbieter. DOM geht an die Person, die Ihre Webseite baut.
Zwei Ansichten (oben rechts umschaltbar):
- Tabelle (Standard): die vollständige Liste. Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift zum Sortieren (etwa nach Ladezeit), unten wählen Sie die Einträge pro Seite (10/25/50/Alle) oder blättern durch die Liste. Das ist Ihr Werkzeug für die Detailarbeit.
- Balkendiagramm: die 10 langsamsten Seiten als Balken. Der längste Balken oben ist Ihr grösster Bremsklotz. Ein Blick genügt, und Sie wissen, wo Sie zuerst ansetzen.
Core Web Vitals
Hier stehen die Kennzahlen, mit denen Google beurteilt, wie gut sich Ihre Seite anfühlt. Drei davon sind die offiziellen Core Web Vitals: LCP für das Laden, INP für die Reaktion auf Klicks und CLS für die Stabilität des Layouts. Der vierte Wert, FCP, gehört formal nicht dazu. Wir zeigen ihn trotzdem gleichwertig an, weil er beim Eingrenzen der Ursache oft den entscheidenden Hinweis liefert.
Ein Hinweis zur Geschichte, falls Sie ältere Anleitungen im Netz finden: INP hat im März 2024 die frühere Kennzahl FID ersetzt. Wer noch nach FID sucht, sucht nach etwas, das es nicht mehr gibt.
Für jede Kennzahl gibt es feste Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können:
| Kennzahl | Was sie misst | Gut | Mässig | Schlecht | Was ein schlechter Wert heisst und was hilft |
|---|---|---|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) |
Wie schnell der Hauptinhalt sichtbar ist. | ≤ 2,5 Sek. | 2,5 bis 4 Sek. | ≥ 4 Sek. | Besucher starren auf eine halbleere Seite und springen ab. Grösste Bilder verkleinern, Server-Antwort beschleunigen. |
| INP (Interaction to Next Paint) |
Wie schnell die Seite auf Klicks und Eingaben reagiert. | ≤ 200 ms | 200 bis 500 ms | ≥ 500 ms | Die Seite fühlt sich hakelig an, Klicks kommen verzögert an. Schwere Skripte reduzieren. |
| CLS (Cumulative Layout Shift) |
Ob Elemente beim Laden herumspringen. | ≤ 0,1 | 0,1 bis 0,25 | ≥ 0,25 | Besucher klicken daneben, weil sich Inhalte im letzten Moment verschieben. Feste Grössen für Bilder und Werbung setzen. |
| FCP (First Contentful Paint) |
Wann der erste Inhalt erscheint. | ≤ 1,8 Sek. | 1,8 bis 3 Sek. | ≥ 3 Sek. | Die Seite wirkt tot, bevor überhaupt etwas auftaucht. Ladereihenfolge optimieren, Server beschleunigen. |
Das CLS kennen Sie bestimmt aus dem Alltag: Sie wollen auf einen Button tippen, im letzten Moment lädt eine Anzeige nach, alles rutscht runter, und Sie klicken daneben. Ärgerlich. Genau das misst dieser Wert. Und die gute Nachricht dazu: CLS ist meist kein Tempoproblem, sondern eine Frage der Sauberkeit. Wer Bildern und Werbeflächen von Anfang an eine feste Höhe und Breite gibt, hat das Thema oft an einem Nachmittag erledigt.
Was Ihnen das bringt: Stehen alle vier auf Grün, ist die gefühlte Geschwindigkeit für Ihre Besucher gut, und Google ist ebenfalls zufrieden. Leuchtet eine Kennzahl rot, wissen Sie ganz genau, welches Problem Ihre Besucher stört. Nicht «die Seite ist irgendwie lahm», sondern «der Hauptinhalt benötigt zu lange» oder «da springt beim Laden etwas herum». Aus einem diffusen Gefühl wird eine konkrete Baustelle. Und die letzte Spalte sagt Ihnen gleich, was dagegen hilft.
Zwei Ansichten (oben rechts umschaltbar):
- Balkendiagramm (Standard): die vier Werte als Balken. Der schnelle Überblick, welche Kennzahl gut dasteht und welche aus der Reihe tanzt.
- Tabelle: dieselben Werte plus eine Bewertung je Kennzahl (gut, verbesserungswürdig oder schlecht). Hier erkennen Sie sofort, wo Sie im roten Bereich sind.
Ladephasen
Dieser Abschnitt zerlegt die gesamte Ladezeit in sechs Phasen. So sehen Sie, dass es langsam ist. Und Sie sehen auch, woran es liegt.
Bevor Sie erschrecken: Sie müssen diese sechs Phasen nicht alle verstehen. Sie müssen nur die grösste finden. Die verrät Ihnen die Richtung, alles andere ist Detailarbeit für später.
| Phase | Was dabei passiert | Wenn diese Phase gross ist … |
|---|---|---|
| Netzwerk (DNS + TCP + TLS) |
Der Verbindungsaufbau zum Server. | Verbindungs- oder DNS-Problem, meist beim Hosting-Anbieter. |
| Server-Antwort (TTFB) | Wie schnell Ihr Server reagiert. | Server ist langsam. Besseres Hosting oder Caching prüfen. Achtung: Diese Phase zieht auch FCP und LCP mit nach unten, weil beide erst starten können, wenn der Server geantwortet hat. |
| Datenübertragung | Das Herunterladen der Seite. | Die Seite ist zu gross. Dateigrössen reduzieren. |
| DOM-Verarbeitung | Der Aufbau der Seite im Browser. | Zu komplexer Seitenaufbau. HTML und Skripte verschlanken. |
| Sub-Ressourcen | Bilder, Skripte, Schriften und so weiter. | Zu viele oder zu grosse Ressourcen. Bilder komprimieren, Skripte reduzieren. |
| Load-Event | Der Abschluss des Ladens. | Nachladende Skripte. Aufräumen. |
Was Ihnen das bringt: Die Phase mit dem grössten Anteil ist Ihr Ansatzpunkt. So wissen Sie, ob Sie beim Hosting anpacken müssen (Netzwerk, Server) oder bei den Inhalten (Bilder, Skripte). Statt zu raten, gehen Sie gezielt an die richtige Stelle.
Drei Ansichten (oben rechts umschaltbar):
- Kreisdiagramm (Standard): der prozentuale Anteil jeder Phase. Zeigt sofort, welche Phase am meisten Zeit frisst.
- Balkendiagramm: die absolute Dauer in Millisekunden je Phase.
- Tabelle: alle Phasen mit Dauer und Anteil als Liste.
Performance pro Gerät und pro Browser
Zwei Boxen, die zeigen, welche Besucher die schlechteste Erfahrung machen:
- Performance pro Gerät: Vergleich zwischen Mobile, Desktop und Tablet.
- Performance pro Browser: Vergleich zwischen Chrome, Firefox, Safari und so weiter.
Was Ihnen das bringt: Vielfach ist die Mobile-Performance deutlich schlechter als am Desktop. Das ist kein Messfehler und auch kein Einzelfall. Ein Handy hat weniger Rechenleistung und hängt öfter an einem wackeligen Netz. Über alle Webseiten hinweg schafft nur ein knappes Drittel bis rund die Hälfte der mobilen Seitenaufrufe einen guten Ladewert, am Desktop sind es deutlich mehr. Und wenn ein grosser Teil Ihrer Besucher mobil unterwegs ist, betrifft ein Mobile-Problem entsprechend viele Menschen. Dann ist es dringend.
Zwei Ansichten (in beiden Boxen oben rechts umschaltbar):
- Balkendiagramm (Standard): die Ø Ladezeit je Gerät oder Browser nebeneinander. Der Unterschied ist sofort sichtbar.
- Tabelle: dieselben Werte als Liste, mit Anzahl Seitenansichten. So schauen Sie, wie viele Besucher betroffen sind.
Performance-Trend
Der Verlauf über die Zeit als Liniendiagramm.
Was Sie sehen: eine Kurve, die eine Kennzahl Tag für Tag darstellt. Über den Umschalter oben rechts wählen Sie, welche Kennzahl die Kurve zeigt: Ladezeit, LCP, INP, CLS oder FCP.
Was Ihnen das bringt: Sie erkennen, ob Ihre Webseite über die Zeit schneller oder langsamer wird. Steigt die Kurve, verschlechtert sich die Performance. Ein Warnsignal. Fällt sie, wird es besser.
Steigt die Kurve unerwartet, denken Sie zuerst an das, was Sie zuletzt eingebaut haben. Neues Plugin, neuer Bildslider, neuer Chat-Button, neues Werbeskript. Solche Zusätze sind die üblichen Verdächtigen, weil sie Ladezeit und Reaktionszeit gleichzeitig nach oben treiben.
Typische Aha-Momente
Manchmal reicht ein Blick, und plötzlich ist klar, wo der Schuh drückt:
- Eine einzige Seite bremst alles aus. Viele Aufrufe, lange Ladezeit. Diese eine Seite nervt die meisten Ihrer Besucher, und trotzdem ist sie leicht zu übersehen, weil der Rest der Webseite flott läuft. Genau die packen Sie zuerst an.
- Auf dem Desktop rennt alles, auf dem Handy ruckelt es. Kennt man. Sie testen Ihre Seite auf dem grossen Bildschirm mit schnellem Internet, und alles fühlt sich prima an. Ihr Besucher sitzt aber mit einem Mittelklasse-Gerät im Zug, halb im Funkloch. Genau dieses Erlebnis wird bewertet, nicht Ihres. Wenn Mobile langsam ist und Desktop schnell, wissen Sie sofort, wo Sie ansetzen.
- Der Score ist grün, eine Seite trotzdem tiefrot. Der Gesamtwert ist ein Durchschnitt, und Durchschnitte verstecken gern die Ausreisser. Schauen Sie deshalb nicht nur auf die Ampel oben, sondern auch in die Liste der langsamsten Seiten.
- Die Zeit steckt im Server, nicht in Ihren Bildern. Sie komprimieren stundenlang Bilder, und es wird trotzdem nicht schneller? Dann liegt es womöglich gar nicht an den Inhalten, sondern am Hosting. Die Ladephasen sagen Ihnen, welche der beiden Türen Sie öffnen müssen.
Was bringt mir das?
Der Bericht Leistung zeigt Ihnen, wie schnell sich Ihre Webseite für echte Besucher anfühlt. Nicht im Labor, sondern draussen, mit ihren Geräten und ihrem Internet. Und Tempo entscheidet oft darüber, ob jemand bleibt oder abspringt:
- Wissen, ob Tempo überhaupt Ihr Problem ist. Bevor Sie Zeit und Geld in die Optimierung stecken, sehen Sie hier, ob es sich lohnt. Grün heisst: Kümmern Sie sich um etwas anderes. Orange oder Rot heisst: Hier ist Luft nach oben, und die kostet Sie sonst Besucher.
- Den grössten Hebel finden, statt überall ein wenig. Sie müssen nicht die ganze Webseite schneller machen. Sie benötigen die eine Seite, die viel Traffic hat und langsam ist. Genau die steht hier oben. Grösste Wirkung bei kleinstem Aufwand.
- An die richtige Tür klopfen. Liegt es am Hosting oder an Ihren Inhalten? Diese Frage entscheidet, ob Sie Ihren Anbieter anrufen oder Ihren Webentwickler. Die Ladephasen beantworten sie Ihnen, statt dass Sie raten müssen.
- Sehen, ob Ihre Arbeit etwas gebracht hat. Sie haben Bilder verkleinert oder das Hosting gewechselt? Der Trend zeigt Ihnen schwarz auf weiss, ob die Kurve wirklich heruntergeht. Kein Bauchgefühl, sondern der Beweis.
Dass sich das rechnet, ist keine Theorie. Vodafone Italien hat seinen LCP um 31 Prozent verbessert und danach 8 Prozent mehr Verkäufe sowie 15 Prozent mehr Anfragen gemessen. Sie müssen keinen Konzern führen, damit dieser Zusammenhang gilt. Wer weniger wartet, kauft eher.
Und wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Bilder zuerst. Richtige Grösse, modernes Format, feste Breite und Höhe im Code, Bilder weiter unten erst laden, wenn man hinscrollt. Das ist der grösste Effekt für den kleinsten Aufwand. Die Skripte nehmen Sie danach in Angriff.
Kurz: Eine langsame Seite ist ein stiller Absprung. Der Besucher sagt nichts, er ist einfach weg. Dieser Bericht macht diesen stillen Absprung sichtbar, bevor er Sie Kunden kostet.
Häufige Fragen
Warum ist mein Score anders als bei Google PageSpeed Insights?
Google testet Ihre Seite unter Laborbedingungen. Trustlytics misst bei Ihren echten Besuchern, auf deren echten Geräten und Verbindungen. Beides ist nützlich, aber unsere Werte zeigen, was Ihre Besucher wirklich erleben. Der Labortest ist Ihr Werkzeug für die Fehlersuche. Die Werte aus Trustlytics sind das Urteil. Ein Detail am Rande: Lighthouse kann INP im Labor gar nicht messen und rechnet dort mit einem Ersatzwert. Ein weiterer Grund, warum die Zahlen auseinandergehen.
Und warum zeigt die Google Search Console noch andere Zahlen?
Weil Google dort nicht einzelne Adressen bewertet, sondern Gruppen ähnlicher Seiten, und die Gruppe immer den Status ihres schlechtesten Werts erhält. Ausserdem stammen diese Daten nur von Chrome-Besuchern und werden über einen längeren Zeitraum gemittelt. Trustlytics zeigt Ihnen Ihre Besucher, jede Seite einzeln, im Zeitraum, den Sie oben einstellen. Zwei Brillen auf dieselbe Sache. Beide brauchbar.
Bei einzelnen Browsern fehlen Werte. Ist das ein Fehler?
Nein. LCP, INP und CLS wurden von Google entwickelt und werden vor allem von Chrome und den verwandten Browsern zuverlässig gemeldet. Bei Safari und Firefox kann es je nach Version Lücken geben. Die Ladezeit sehen Sie überall, die feineren Kennzahlen nicht immer. Das ist normal und hat nichts mit Ihrer Webseite zu tun.
Ab wann sind die Zahlen aussagekräftig?
Je mehr Besucher, desto stabiler die Werte. Bei einer sehr kleinen Seite mit wenigen Aufrufen pro Tag schwanken die Zahlen stärker. Ab ein paar Hundert Seitenansichten wird das Bild verlässlich. Ein Hinweis zum Verständnis: Wir zeigen Ihnen Durchschnittswerte, Google beurteilt beim 75. Perzentil. Also bei dem Wert, den drei von vier Besuchern erreichen. Ein hübscher Durchschnitt kann deshalb bedeuten, dass es für jeden vierten Besucher trotzdem mühsam ist.
Muss ich alle sechs Ladephasen verstehen?
Nein. Schauen Sie einfach auf die grösste Phase. Die sagt Ihnen, ob das Problem beim Hosting oder bei Ihren Inhalten liegt. Den Rest überlassen Sie im Zweifel Ihrem Webentwickler.
Was ist ein guter Wert?
Als Faustregel: Der Hauptinhalt steht in unter 2,5 Sekunden, Klicks werden in unter 200 Millisekunden beantwortet, und beim Laden springt nichts herum (CLS unter 0,1). Grün, Orange und Rot nehmen Ihnen das Einordnen ab, damit Sie die Millisekunden nicht selbst deuten müssen. Und fühlt sich die Seite auf dem Handy zäh an, merken Ihre Besucher das ohnehin vor jeder Zahl.
Bringt schnelleres Laden wirklich bessere Rankings?
Ehrliche Antwort: ja, aber als Feinschliff. Google nutzt diese Werte als Signal. Entscheidend bleiben Inhalt und Relevanz. Der Vorteil greift dort, wo mehrere Seiten inhaltlich gleich gut sind. Wer inhaltlich nichts zu bieten hat, rankt auch mit grünem Tacho nicht. Der grössere Gewinn liegt sowieso woanders: bei den Besuchern, die bleiben.
Bremst der Trustlytics-Code selbst meine Seite aus?
Nein. Unser Skript ist winzig und lädt im Hintergrund, ohne den Aufbau Ihrer Seite aufzuhalten. Es misst das Tempo, es kostet keins.
Meine Werte schwanken von Tag zu Tag stark. Ist das ein Fehler?
Meistens nicht. Tempo hängt auch an Ihren Besuchern: Wer im Zug mit wackeligem Netz surft, hat andere Zeiten als jemand am Glasfaser-Anschluss. Ein einzelner Tag mit vielen langsamen Verbindungen zieht den Schnitt runter. Erst über mehrere Tage sehen Sie das echte Bild.