Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So finden Sie den Bericht Verweisende Webseiten
Klicken Sie im Seitenmenü auf «Akquisition».
Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Verweisende Webseiten».
Der Bericht Verweisende Webseiten öffnet sich.
Wann Sie hier hinschauen sollten
Dieser Bericht ist kein Bericht für jeden Morgen. Er lohnt sich in bestimmten Momenten, und dann richtig:
- Nach einer Erwähnung. Ein Fachportal hat über Sie geschrieben, ein Partner hat Sie verlinkt, ein Verband führt Sie neu in seinem Verzeichnis. Hier sehen Sie innerhalb weniger Tage, ob daraus tatsächlich Besucher wurden oder ob es beim schönen Gefühl blieb.
- Wenn die Besucherzahlen plötzlich steigen. Ein Ausschlag in der Besucher-Übersicht, und Sie wissen nicht, woher er kommt? Oft steht die Antwort in diesem Bericht. Irgendwo hat jemand einen Link gesetzt.
- Einmal im Monat als Rundgang. Zehn Minuten genügen. Sie erkennen, wer Sie regelmässig weiterempfiehlt, welche Quelle nachlässt und ob eine neue dazugekommen ist, von der Sie nichts wussten.
- Bevor Sie eine Seite umbauen oder löschen. Führt ein wichtiger Link genau auf diese Seite, verlieren Sie mit ihr auch die Besucher. Ein Blick in die Detailansicht zeigt Ihnen vorher, was daran hängt.
Die zwei Schalter oben in der Box
Über der Tabelle finden Sie zwei Schalter. Beide sind von Anfang an eingeschaltet, und das ist auch die empfohlene Einstellung. Normalerweise müssen Sie hier gar nichts anfassen. Ihre Wahl wird gespeichert und beim nächsten Besuch wieder so gesetzt.
Schalter 1: «Spam-Filter» (Empfehlung: eingeschaltet lassen)
Im Internet gibt es sogenannten «Referrer-Spam»: dubiose Adressen, die in Statistiken auftauchen, obwohl sie Ihnen nie einen echten Besucher geschickt haben. Dahinter steckt Kalkül. Die Betreiber hoffen, dass Sie den fremden Namen in Ihrer Statistik entdecken, neugierig werden und die Adresse aufrufen. Dort wartet dann Werbung, ein zweifelhaftes Angebot oder Schlimmeres. Erkennen können Sie solche Einträge meist an einer Absprungrate von fast 100 Prozent und einer Aufenthaltsdauer von null.
Ist der Spam-Filter an, blendet Trustlytics diese bekannten Spam-Quellen automatisch aus. Die Liste wird wöchentlich aufgefrischt. Was Sie dann sehen, ist echt. Schalten Sie ihn nur aus, wenn Sie aus Neugier wissen wollen, was sonst alles herausgefiltert wird.
Rechts neben dem Schalter erkennen Sie seinen Zustand: «an» oder «aus».
Schalter 2: «Ad-Netzwerke gruppieren» (Empfehlung: eingeschaltet lassen)
Grosse Werbenetzwerke (zum Beispiel Google Ads) tauchen in den Rohdaten oft unter vielen kryptischen Adressen auf, etwa pagead2.googlesyndication.com und einem Dutzend ähnlicher. Das ist unübersichtlich und hilft Ihnen wenig.
Ist dieser Schalter an, fasst Trustlytics all diese Adressen unter der Marke zusammen. Sie sehen dann einfach «Google Ads» statt fünfzehn technischer Bruchstücke. Solche zusammengefassten Einträge erkennen Sie am kleinen Kennzeichen «Brand» neben dem Namen.
Schalten Sie ihn aus, wenn Sie ausnahmsweise jede einzelne Adresse getrennt sehen möchten.
Beide Schalter verändern nur die Anzeige, nicht Ihre Daten. Sie können also gefahrlos herumprobieren. Nichts geht verloren, und ein Klick zurück stellt den alten Zustand wieder her.
Die Tabelle
Das Herzstück des Berichts ist die Tabelle mit den verweisenden Webseiten. Jede Zeile ist eine Webseite, die auf Sie verlinkt und Ihnen Besucher geschickt hat.
Oben rechts in der Box wählen Sie zwischen zwei Ansichten:
- Tabelle (Standard). Die schlanke Übersicht mit den zwei wichtigsten Angaben.
- Erweiterte Tabelle. Dieselbe Liste, aber mit allen Detailwerten zur Qualität der Besucher.
Tabelle (einfach)
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Webseite | Die Webseite, die auf Sie verlinkt hat (bei zusammengefassten Werbenetzwerken der Markenname plus Kennzeichen «Brand»). |
| Besuche | Wie viele Besuche von dieser Webseite zu Ihnen kamen. |
Erweiterte Tabelle
Hier kommen vier zusätzliche Spalten dazu. Sie verraten Ihnen, ob es gute Besucher sind:
| Spalte | Bedeutung | Was es Ihnen sagt |
|---|---|---|
| Webseite | Name und Symbol der Quelle. | |
| Besuche | Anzahl Besuche von dieser Quelle. | Ihr Mengenwert: wie viele Besucher dieser Link bringt. |
| Aktionen | Summe aller Handlungen dieser Besucher (Seiten anschauen, Klicks). | Mehr Aktionen bedeutet aktivere Besucher. |
| Aktionen pro Besuch | Aktionen geteilt durch Besuche. | Zeigt, wie tief die Besucher eintauchen. Ein Wert nahe 1 heisst: sie schauen nur eine Seite an und gehen wieder. |
| Aufenthaltsdauer | Wie lange die Besucher im Schnitt bleiben. | Länger heisst: die Quelle bringt interessierte Besucher. |
| Absprungrate | Anteil der Besucher, die nach einer einzigen Seite sofort wieder weg sind. | Niedrig ist gut. Hoch heisst: die Quelle bringt Besucher, die nichts mit Ihnen anfangen können. |
Der wichtigste Trick: Schauen Sie nicht nur auf die Besuche, sondern auch auf die Absprungrate. Eine Webseite, die Ihnen 500 Besucher schickt, von denen 490 sofort abspringen, bringt Ihnen fast nichts. Eine andere mit nur 50 Besuchern, die aber alle bleiben und weiterklicken, ist oft deutlich mehr wert.
Was Sie hier einstellen können
- Sortieren: Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift, um auf- oder absteigend zu sortieren.
- Einträge pro Seite: Unten wählen Sie, wie viele Zeilen angezeigt werden (10, 25, 50 oder Alle).
- Blättern: Bei langen Listen blättern Sie unten durch die Seiten.
Der ausgewertete Zeitraum richtet sich immer nach der Datumsauswahl oben. Stellen Sie dort einen anderen Zeitraum ein, passt sich der ganze Bericht sofort an.
Wenn nichts da ist
Steht im gewählten Zeitraum kein Verweis zur Verfügung, erscheint der Hinweis «Noch keine verweisenden Webseiten im gewählten Zeitraum.» Das ist kein Fehler. Dann hat in dieser Zeit einfach keine andere Webseite Besucher zu Ihnen geschickt (oder alles war Spam und wurde herausgefiltert).
Die Detailansicht
Klicken Sie auf eine beliebige Zeile in der Tabelle. Von rechts fährt die Detailansicht herein und zeigt Ihnen alles über diese eine Webseite. Mit einem Klick auf das X schliessen Sie das Fenster wieder.
In der Detailansicht erkennen Sie:
Statistik
Vier Kennzahlen zu dieser Webseite:
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Besuche | Wie viele Besuche von dieser Quelle kamen. |
| Eindeutige Besucher | Wie viele verschiedene Besucher dahinterstehen (wer mehrfach kommt, zählt trotzdem als einer). |
| Ø Aufenthalt | Wie lange diese Besucher im Schnitt bei Ihnen bleiben. |
| Absprungrate | Anteil, der nach einer Seite sofort wieder weg ist. |
Verlauf
Eine kleine Kurve zeigt, wie sich die Besuche von dieser Webseite über die Zeit entwickelt haben. So sehen Sie, ob ein Link gerade frisch Wirkung zeigt oder langsam ausläuft. Ist nichts vorhanden, steht dort ein «—».
Das ist übrigens der ehrlichste Teil des Fensters. Ein Artikel über Sie bringt fast immer einen Ausschlag in den ersten Tagen und danach deutlich weniger. Fällt die Kurve dagegen von einem Tag auf den anderen auf null, wurde der Link vermutlich entfernt oder der Beitrag ins Archiv verschoben.
Meistbesuchte Einstiegsseiten
Auf welcher Seite Ihrer Webseite die Besucher von dieser Quelle zuerst gelandet sind. Die Top 5, mit Besuchszahl und einem kleinen Balken zum Vergleich. So erkennen Sie, welche Ihrer Seiten dieser Link eigentlich bewirbt. Gibt es keine Daten: «Keine Einstiegsseiten im gewählten Zeitraum.»
Meistbesuchte Folgeseiten
Wohin die Besucher danach weitergeklickt haben. Die Top 5 der Seiten, die sie nach der Einstiegsseite besucht haben. Das verrät Ihnen, ob die Besucher wirklich stöbern oder gleich wieder gehen. Gibt es keine Daten: «Keine Folgeseiten im gewählten Zeitraum.»
Was Ihnen diese beiden Listen zusammenbringen: Sie lesen darin, ob der Link sein Versprechen hält. Landen die Besucher auf Ihrer Preisseite und klicken danach auf «Kontakt», läuft alles rund. Landen sie auf einem alten Blogartikel und gehen dann wieder, wissen Sie, wo Sie nachbessern müssen. Und wenn die Liste der Folgeseiten leer bleibt, ist das die deutlichste Antwort von allen.
Geräte
Ein kleines Säulendiagramm zeigt, mit welchen Geräten diese Besucher unterwegs waren: Desktop (Computer), Mobile (Handy), Tablet und weitere. Gibt es keine Daten: «Keine Geräte-Daten im gewählten Zeitraum.»
Jede Quelle bringt ihr eigenes Publikum mit. Ein Link in einem Forum oder Newsletter wird oft unterwegs auf dem Handy angeklickt, ein Eintrag in einem Fachportal eher am Arbeitsplatz. Zeigt eine wichtige Quelle hauptsächlich Mobile, dann entscheidet sich der Erfolg dieses Links auf einem kleinen Bildschirm. Prüfen Sie in diesem Fall die Einstiegsseite einmal selbst auf dem Handy, bevor Sie an der Quelle zweifeln.
Typische Aha-Momente
Und manchmal reicht ein Blick, und plötzlich ergibt alles Sinn:
- Der grosse Link, der nichts bringt. Eine Webseite steht mit vielen Besuchen zuoberst, aber die Absprungrate ist riesig. Viele Besucher, kaum Wirkung. Meistens passt der Inhalt der verlinkenden Seite nicht zu dem, was die Besucher bei Ihnen erwartet haben.
- Der kleine Link, der glänzt. Wenig Besuche, aber lange Aufenthaltsdauer und viele Folgeseiten. Eine solche Quelle wiegt schwerer, als ihre kleine Besucherzahl vermuten lässt. Hier lohnt es sich, die Beziehung zu pflegen.
- Die Einstiegsseite, die überrascht. In der Detailansicht sehen Sie, dass ein Link nicht auf Ihre Startseite, sondern auf eine bestimmte Unterseite führt. Gut zu wissen, bevor Sie genau diese Seite umbauen.
- Die Quelle, die Sie gar nicht kannten. Jemand hat Sie in einem Forum, einer Linksammlung oder einem Branchenverzeichnis erwähnt, ohne Sie zu fragen. Das passiert häufiger, als man denkt. Schauen Sie nach, was dort über Sie steht. Manchmal ist es veraltet, manchmal ist es der Anfang einer nützlichen Verbindung.
Was bringt mir das?
Der Bericht zeigt Ihnen, wer Ihnen Besucher schickt und ob diese Besucher wertvoll sind. Das ist bares Geld wert, sobald Sie danach handeln:
- Sehen, woher Ihre Besucher kommen. Jede verweisende Webseite ist eine kleine Empfehlung. Hier erkennen Sie schwarz auf weiss, wer Sie weiterempfiehlt.
- Gute von schlechten Quellen trennen. Nicht die Menge zählt, sondern die Qualität. Mit Aufenthaltsdauer und Absprungrate wissen Sie sofort, welche Links Ihnen interessierte Besucher bringen.
- Beziehungen gezielt pflegen. Wenn ein Partner Ihnen starke Besucher liefert, lohnt sich der Ausbau. Und eine Quelle, die nur Abspringen schickt, muss Sie nicht länger beschäftigen.
- Mehr vom Gleichen holen. Wissen Sie einmal, welche Art von Webseite Ihnen gute Besucher schickt, können Sie gezielt weitere davon ansprechen. Ein Branchenportal, das funktioniert, hat fast immer Geschwister.
Und wenn Sie eine wirklich gute Quelle gefunden haben, machen Sie den einfachsten Schritt zuerst: Melden Sie sich. Ein kurzes Dankeschön an den Betreiber, verbunden mit dem Hinweis auf etwas Neues bei Ihnen, kostet fünf Minuten und ist der günstigste Marketingkanal, den es gibt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu «Suchmaschinen» oder «Sozialen Netzwerken»?
Dieser Bericht zeigt nur Links von anderen normalen Webseiten (Blogs, Portale, Partnerseiten). Besuche aus Google, aus Facebook oder LinkedIn und aus Newslettern haben ihre eigenen Berichte.
Warum sehe ich weniger Webseiten als erwartet?
Wahrscheinlich ist der Spam-Filter an (so empfehlen wir es) und blendet unseriöse Quellen aus. Ausserdem zählen hier nur echte Besucher. Automatische Programme (Bots) werden generell herausgerechnet.
Eine Webseite steht in der Liste, aber ich finde dort keinen Link zu mir. Wie kann das sein?
Dafür gibt es zwei Erklärungen, und Sie erkennen die richtige an den Zahlen in Ihrer eigenen Tabelle. Wechseln Sie dazu in die erweiterte Tabelle und schauen Sie sich die Zeile genauer an. Aufenthaltsdauer null und Absprungrate um die 100 Prozent? Dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Spam, der durch den Filter geschlüpft ist. Diese Einträge stammen von Programmen, die nie eine Seite bei Ihnen geöffnet haben. Sie wollen nur, dass Sie neugierig werden und die fremde Adresse aufrufen. Genau das sollten Sie nicht tun, dort wartet im besten Fall Werbung. Ignorieren Sie die Zeile einfach, sie verschwindet von selbst wieder. Normale Werte bei Aufenthalt und Absprungrate? Dann waren es echte Besucher, und der Link wurde inzwischen entfernt oder der Beitrag ins Archiv verschoben. Das kommt bei Nachrichtenseiten und Blogs häufig vor. Ein Blick auf den Verlauf in der Detailansicht bestätigt es: Bricht die Kurve an einem bestimmten Tag ab, war das der Tag, an dem der Link verschwand.
Was bedeutet das Kennzeichen «Brand»?
Dass mehrere technische Adressen desselben Werbenetzwerks zu einer Marke zusammengefasst wurden (zum Beispiel «Google Ads»). Sie können das mit dem Schalter «Ad-Netzwerke gruppieren» aus- und wieder einschalten.
Warum steht «Google Ads» hier und nicht bei den Kampagnen?
Weil diese Klicks ohne Kennzeichnung bei Ihnen angekommen sind. Technisch gesehen hat der Werbe-Server sie geschickt, deshalb landen sie korrekt in diesem Bericht. Für den Bericht Kampagnen fehlt dagegen die Information, um welche Anzeige und welche Kampagne es sich handelte. Diese Angabe wird nicht geschätzt, sie muss in der Adresse Ihrer Anzeige mitgeliefert werden. Fehlt sie, kann sie niemand nachträglich ergänzen. Tauchen Werbenetzwerke in dieser Liste auf, sind Ihre Anzeigen nicht vollständig gekennzeichnet. Sie zahlen also für Klicks, deren Wirkung Sie nicht sauber messen können. Was Sie dagegen tun: Hängen Sie an die Ziel-Adresse jeder Anzeige die üblichen Kampagnen-Angaben an (Quelle, Medium, Kampagnenname). Den passenden Link bauen Sie sich in wenigen Klicks mit dem Kampagnen-URL-Generator zusammen. Danach erscheinen diese Besucher dort, wo sie hingehören: bei den Kampagnen und unter «Alle Kanäle». Nebenbei verschwindet auch der Eintrag aus dieser Liste.
Warum ist mein Bericht am ersten Tag fast leer?
Der Bericht füllt sich, sobald Besucher über Links anderer Webseiten zu Ihnen kommen. Am Anfang oder bei kleineren Webseiten kann das ein paar Tage dauern.
Sind wenige verweisende Webseiten ein schlechtes Zeichen?
Nicht unbedingt, aber es ist eine verpasste Gelegenheit. Links von anderen Webseiten bringen Ihnen zweierlei: direkte Besucher, die Sie hier sehen, und ein Signal an Google, dass Ihre Seite erwähnenswert ist. Wie sich das auf Ihre Auffindbarkeit auswirkt, lesen Sie im Bericht Sichtbarkeit. Wer in seiner Branche gut vernetzt ist, hat in dieser Liste selten nur zwei Einträge.
Was mache ich mit einer Quelle, die viele Abspringer schickt?
Zuerst nachschauen, wo der Link genau liegt und was daneben steht. Oft verspricht der Text etwas anderes, als der Besucher bei Ihnen vorfindet. Lässt sich das nicht ändern, weil die Webseite Ihnen nicht gehört, dann lassen Sie es auf sich beruhen. Schaden richtet solch ein Link nicht an, er bringt Ihnen nur wenig. Ihre Zeit stecken Sie besser in die Quellen, die funktionieren.