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Besucherfluss verstehen

Ihre Besucher landen auf einer Seite, und dann? Bleiben sie? Klicken sie weiter? Oder sind sie plötzlich weg? Der Bericht Besucherfluss zeigt Ihnen den ganzen Weg: woher ein Besucher auf eine Seite kommt, wohin er danach geht und wo Sie ihn verlieren. Kurz gesagt: Sie schauen Ihren Besuchern beim Wandern durch Ihre Webseite zu.

Schnell per Video oder gründlich mit Screenshots:

Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

So finden Sie den Bericht Besucherfluss

Klicken Sie im Seitenmenü auf «Verhalten».

So finden Sie den Bericht Besucherfluss - Schritt 1 - Trustlytics

Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Besucherfluss».

So finden Sie den Bericht Besucherfluss - Schritt 2 - Trustlytics

Der Bericht Besucherfluss öffnet sich.

So finden Sie den Bericht Besucherfluss - Schritt 3 - Trustlytics

Wann Sie hier hinschauen sollten

Immer dann, wenn Ihnen einzelne Zahlen nicht mehr reichen und Sie den Weg dahinter verstehen wollen. Der Seitenaufrufe-Bericht sagt Ihnen, dass eine Seite 500-mal besucht wurde. Schön. Aber er verrät nicht, was davor und danach passiert.

Genau da setzt der Besucherfluss an. Er beantwortet Fragen wie: Bringt mir der Newsletter überhaupt Besucher auf meine Angebotsseite? Wohin klicken die Besucher nach meinem besten Blogartikel weiter? Und an welcher Stelle im Bestellprozess springen sie ab, kurz bevor es ernst wird?

Zuerst: eine Seite auswählen

Alles dreht sich um eine Seite, die Sie selbst festlegen. Oben unter «Seite analysieren:» wählen Sie sie aus:

  • Klicken Sie auf das Auswahlfeld. Es öffnet sich eine Liste Ihrer Seiten, sortiert nach Seitenansichten. Die meistbesuchten stehen also zuoberst.
  • Über das Suchfeld («Seite suchen…») finden Sie eine bestimmte Seite in Sekunden, auch wenn Sie Hunderte haben.
Besucherfluss: eine Seite auswählen - Trustlytics

Gleich neben der Auswahl sehen Sie die Eckdaten dieser Seite auf einen Blick:

Kennzahl Was sie bedeutet
Seitenansichten Wie oft die Seite insgesamt aufgerufen wurde.
Eindeutige Seitenansichten Wie viele verschiedene Besucher die Seite gesehen haben.
Absprungrate Anteil der Besucher, die nach dieser Seite direkt wieder weg waren.

Unter dem Auswahlfeld steht der Seitentitel der gewählten Seite, damit Sie sicher sind, dass Sie die richtige vor sich haben.

Besucherfluss: Eckdaten - Trustlytics

Die zwei Ansichten

Oben rechts schalten Sie zwischen zwei Ansichten um. Beide zeigen den Fluss, aber aus einem anderen Winkel.

Symbol Ansicht Wofür sie gut ist
Transitionen Der schnelle Überblick: woher und wohin rund um die gewählte Seite.
Pfad-Explorer Der komplette Weg, Schritt für Schritt, Klick für Klick.
Die zwei Ansichten: Transitionen und Pfad-Explorer - Trustlytics

Transitionen

Hier steht Ihre gewählte Seite in der Mitte. Links sehen Sie, woher die Besucher kamen (die «Quellen»), rechts, wohin sie danach gingen (die «Ziele»). Wie ein Bahnhof: Auf der einen Seite kommen die Züge an, auf der anderen fahren sie weiter.

Quellen (woher kamen sie?), gruppiert nach Herkunft:

  • Interne Seiten (andere Seiten Ihrer eigenen Webseite)
  • Suche (Suchmaschinen wie Google)
  • Verweisende Website (Links von fremden Seiten)
  • Kampagne (Ihre markierten Kampagnen-Links)
  • Social Media
  • Direkter Zugriff (jemand tippt Ihre Adresse direkt ein oder kommt über ein Lesezeichen)

Ziele (wohin gingen sie?), gruppiert nach dem, was danach geschah:

  • Interne Seiten (weiter auf Ihrer Webseite)
  • Externer Link (ein Klick, der von Ihrer Seite wegführt)
  • Download
  • Ausstieg (der Besuch endet hier)
  • Neuladen (dieselbe Seite nochmals)
Transitionen: Quellen und Ziele - Trustlytics

Was Sie damit machen können:

  • Fahren Sie mit der Maus über eine Quelle oder ein Ziel. Ein kurzer Satz erklärt Ihnen die Zahl im Klartext, und darunter sehen Sie die genauen Werte für diese Gruppe.
  • In der Mitte (der «Atom-Karte») stehen die Kennzahlen der gewählten Seite: Seitenansichten, eindeutige Ansichten, Absprungrate und Verweildauer. Fahren Sie mit der Maus über eine Quelle oder ein Ziel, wechselt die Atom-Karte und zeigt Ihnen die Werte genau dieser Quelle oder dieses Ziels an.
  • Auf dem Handy erscheinen Quellen und Ziele als zwei umschaltbare Listen («Quellen»/«Ziele»), damit alles lesbar bleibt.

So erkennen Sie mit einem Blick: Welcher Kanal spült Besucher auf diese Seite, und was machen sie danach? Gehen sie tiefer in Ihre Webseite oder sind sie gleich wieder draussen?

Transitionen: Details Quellen - Trustlytics
Transitionen: Details Ziele - Trustlytics

Pfad-Explorer

Jetzt wird es genau. Statt nur einen Schritt vor und zurück, verfolgen Sie hier den ganzen Weg. Klick für Klick, als Abfolge von Spalten von links nach rechts.

Zuerst wählen Sie die Richtung (oben links, zwei Buttons):

Button Was er zeigt
Wohin gingen sie? (→) Welche Seiten Ihre Besucher nach dieser Seite besuchten.
Woher kamen sie? (←) Welche Seiten Ihre Besucher davor besuchten.
Pfad-Explorer: vorwärts oder rückwärts - Trustlytics

So arbeiten Sie sich durch:

  1. Die erste Spalte ist Ihre gewählte Seite.
  2. Klicken Sie auf einen Eintrag in der nächsten Spalte, um den Pfad weiterzuverfolgen. Der jeweils nächste Schritt öffnet sich.
  3. Hat ein Schritt viele Verzweigungen, holen Sie über «Weitere anzeigen» mehr Einträge dazu.
  4. Ist ein Weg zu Ende, steht dort «Kein weiterer Schritt».
Pfad-Explorer: Schritt für Schritt 1 - Trustlytics
Pfad-Explorer: Schritt für Schritt 2 - Trustlytics
Pfad-Explorer: Schritt für Schritt 3 - Trustlytics

Noch ein paar Handgriffe:

  • Pfad zurücksetzen (das Kreispfeil-Symbol oben) bringt den Explorer zurück an den Anfang.
  • Die Konversions-Anzeige (oben rechts) zeigt Ihnen, wie viele Besucher genau diesen Pfad gegangen sind.
  • Beim ersten Öffnen erscheint ein kleiner Hinweis, der Sie daran erinnert: Klicken Sie auf einen Eintrag, um den Weg zu erkunden.

So sehen Sie, ob Ihre Besucher dort ankommen, wo Sie sie haben wollen. Und falls nicht, an welcher Stelle sie falsch abbiegen.

Pfad-Explorer: Handgriffe - Trustlytics

Filtern

Über «Filter hinzufügen» (oben) engen Sie den Besucherfluss in beiden Ansichten auf eine bestimmte Gruppe ein, zum Beispiel nach:

  • Verweis (die Art der Herkunft)
  • Land, Stadt, Sprache
  • Browser, Anbieter

Damit beantworten Sie Fragen, die sonst reines Bauchgefühl bleiben. Bewegen sich Besucher aus Frankreich anders durch Ihre Seite als Schweizer? Nehmen Besucher aus einer bestimmten Kampagne einen anderen Weg? Aktive Filter erscheinen als kleine «Chips» und lassen sich einzeln wieder wegklicken.

Besucherfluss: Filtern - Trustlytics

Typische Aha-Momente

Ein paar Situationen, in denen der Besucherfluss plötzlich richtig etwas hergibt:

  • Ihr bester Blogartikel führt ins Leere. Er hat viele Besucher, das freut Sie. Aber in den Zielen sehen Sie: Fast alle steigen danach aus. Niemand klickt weiter auf Ihr Angebot. Ein guter Artikel, der Besucher bringt, sie aber nicht weiterleitet. Ein Link am Ende des Textes könnte hier viel bewegen.
  • Der Bestellprozess bricht an einer bestimmten Stelle ab. Sie folgen dem Weg im Pfad-Explorer und sehen, dass viele Besucher zwischen «Warenkorb» und «Zahlung» verschwinden. Genau dort stimmt etwas nicht. Vielleicht überrascht sie die Versandgebühr, vielleicht ist das Formular zu lang.
  • Ein Kanal bringt Besucher, aber keine guten. In den Quellen sehen Sie viel Verkehr aus Social Media. Klingt super. Aber diese Besucher springen fast alle sofort wieder ab, während Ihre Suchmaschinen-Besucher schön weiterklicken. Jetzt wissen Sie, wo sich Ihre Mühe wirklich lohnt.
  • Besucher nehmen einen Umweg, den Sie nie geplant haben. Statt direkt vom Angebot zur Bestellung springen viele zuerst zurück auf die Startseite oder zur FAQ-Seite. Ein Zeichen, dass ihnen eine Information fehlt. Genau die gehört aufs Angebot.

Was bringt mir das?

Der Besucherfluss zeigt Ihnen den Weg statt nur einzelne Zahlen. Und genau da steckt der eigentliche Wert:

  • Was funktioniert? Sie sehen, welche Kanäle Besucher auf Ihre wichtigen Seiten bringen.
  • Wo geht es weiter, wo verlieren Sie sie? Die Ziele und Ausstiege zeigen es pro Seite.
  • Wo biegen Besucher falsch ab? Der Pfad-Explorer deckt Umwege und Abbrüche auf, die Sie in keiner einzelnen Zahl je gesehen hätten.

Andere Berichte sagen Ihnen, wie viele kamen. Der Besucherfluss sagt Ihnen, was sie danach getan haben. Und daraus lesen Sie ab, wo Sie Ihre Webseite als Nächstes anpacken sollten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen den Transitionen und dem Pfad-Explorer?
Die Transitionen zeigen Ihnen den einzelnen Schritt: von dieser Seite auf jene. Immer ein Sprung. Der Pfad-Explorer hängt diese Sprünge aneinander und zeigt den ganzen Weg über mehrere Seiten hinweg. Wollen Sie schnell wissen, wohin es von einer Seite weitergeht, nehmen Sie die Transitionen. Wollen Sie die komplette Reise sehen, nehmen Sie den Pfad-Explorer.

Warum sehe ich bei manchen Seiten so wenig Ziele?
Weil viele Besuche auf dieser Seite einfach enden. Das ist bei einer Kontakt- oder Dankeseite ganz normal. Bei einer Seite mitten im Kaufprozess sollte Sie das dagegen aufhorchen lassen.

Was bedeutet «Direkter Zugriff» als Quelle?
Der Besucher kam ohne erkennbaren Verweis, etwa weil er Ihre Adresse direkt eingetippt oder ein Lesezeichen benutzt hat. Manchmal steckt auch ein Klick aus einer App oder E-Mail dahinter, die keine Herkunft mitschickt.

Zählt ein Neuladen der Seite wirklich als eigener Schritt?
Ja. Lädt jemand dieselbe Seite nochmals, taucht das als «Neuladen» auf. Passiert das auffällig oft, hakt vielleicht etwas: eine lange Ladezeit oder ein Formular, das nicht sauber abschickt.

Kann ich mehrere Filter gleichzeitig setzen?
Ja. Sie kombinieren zum Beispiel Land und Sprache, um eine ganz bestimmte Gruppe herauszufiltern. Jeder aktive Filter erscheint als Chip und lässt sich einzeln wieder entfernen.

Was bedeuten die Prozentzahlen an den Verbindungen?
Der Prozentwert sagt Ihnen, welcher Anteil der Besucher von einer Seite diesen bestimmten Weg gewählt hat. Gingen 100 Leute auf Ihre Startseite und 60 davon weiter zur Preisseite, steht dort 60 %. So erkennen Sie sofort, welcher Weg der beliebteste ist und welcher kaum genutzt wird.

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