Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So finden Sie die Besucher-Übersicht
Klicken Sie im Seitenmenü auf «Besucher».
Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Übersicht».
Die Besucher-Übersicht öffnet sich.
Die fünf Kennzahlen oben
Ganz oben stehen fünf Zahlen nebeneinander. Zusammen beantworten sie zwei Dinge: Kommt überhaupt jemand? Und macht dieser Jemand etwas bei Ihnen, oder ist er gleich wieder weg?
| Kennzahl | Was sie Ihnen sagt | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Besuche | Wie oft Ihre Webseite insgesamt aufgerufen wurde. Eine Person kann mehrmals kommen, jeder Besuch zählt einzeln. | Ihre Grundlast. Die Zahl, die Sie über Wochen im Auge behalten. |
| Eindeutige Besucher | Wie viele verschiedene Personen bei Ihnen waren. Kommt jemand dreimal, ist das ein eindeutiger Besucher, aber drei Besuche. | Zeigt, wie gross Ihr Publikum tatsächlich ist. |
| Aufenthaltsdauer | Wie lange ein Besuch im Schnitt gedauert hat. | Ein paar Sekunden heisst meist: falsch gelandet. Mehrere Minuten heisst: Ihr Inhalt trifft. |
| Absprungrate | Wie oft jemand nur eine einzige Seite angeschaut hat und dann sofort wieder gegangen ist. | Immer im Zusammenhang mit der Seite lesen. Dazu gleich mehr. |
| Aktionen pro Besuch | Wie viele Seitenaufrufe, Klicks oder Downloads auf einen Besuch entfallen. | Unter 1,5 wird kaum weitergeklickt. Ab 3 bewegen sich die Besucher wirklich durch Ihre Webseite. |
Der Unterschied zwischen Besuchen und eindeutigen Besuchern ist wichtig. 1000 Besuche klingen gut. Aber wenn dahinter nur 200 eindeutige Besucher stecken, kommen dieselben Leute immer wieder. Das ist weder gut noch schlecht, es sagt Ihnen nur etwas ganz anderes über Ihr Publikum. Im ersten Fall haben Sie Reichweite, im zweiten Treue. Für einen Onlineshop zählt eher das eine, für einen Blog eher das andere.
Und ein hoher Wert bei der Absprungrate ist nicht automatisch ein Problem. Bei einem Blogartikel ist es normal, dass jemand liest, zufrieden ist und wieder geht. Bei einer Startseite, die weiterführen soll, wäre eine hohe Absprungrate dagegen ein Warnsignal.
Ein Tipp, bevor Sie sich in Einzelzahlen verlieren: Schauen Sie die fünf Kennzahlen immer als Paar an. Viele Besuche und eine kurze Aufenthaltsdauer bedeuten etwas völlig anderes als wenige Besuche und lange Aufenthaltsdauer. Im ersten Fall kommen die Falschen, im zweiten kommen zu wenige von den Richtigen. Die eine Zahl allein sagt Ihnen das nie.
Besucherverlauf (das Diagramm)
Darunter zeigt der Besucherverlauf als Liniendiagramm, wie sich Ihre Zahlen von Tag zu Tag entwickeln. Die blaue Linie sind die Besuche, die orange die eindeutigen Besucher.
Hier erkennen Sie Trends und sehen auf einen Blick, an welchen Tagen viel los war und an welchen wenig. Besonders praktisch, um Wirkung zu messen: Haben Sie einen Newsletter verschickt oder etwas auf Social Media gepostet? Im Verlauf sehen Sie direkt, ob es Besucher gebracht hat. Ein Ausschlag nach oben genau am richtigen Tag, und Sie wissen, dass es funktioniert hat.
Die drei Boxen unten
Unter dem Diagramm finden Sie drei kompakte Boxen. Jede zeigt eine kleine Grafik plus eine Top-5-Liste. Wollen Sie tiefer graben, führt Sie der Link oben rechts (zum Beispiel «Alle Orte →») zur ausführlichen Detailseite.
- Orte: Woher kommen Ihre Besucher? Eine Weltkarte plus die fünf häufigsten Länder. So sehen Sie, ob Sie die richtigen Regionen erreichen. Sie verkaufen nur in der Schweiz, aber die Hälfte Ihrer Besucher kommt aus dem Ausland? Dann wissen Sie, dass da etwas nicht zusammenpasst.
- Geräte: Kommen Ihre Besucher über Desktop, Tablet oder Smartphone? Wenn die Mehrheit mobil unterwegs ist und die Absprungrate auf dem Handy hoch, wissen Sie sofort, wo Sie ansetzen müssen. Vermutlich ist Ihre Seite auf dem kleinen Bildschirm zu mühsam.
- Software: Welche Browser nutzen Ihre Besucher, also Chrome, Safari, Firefox und so weiter? Das hilft Ihnen zu entscheiden, wo sich aufwendige Tests überhaupt lohnen. Kommen 80 % mit Chrome und nur 3 % mit Safari, ist klar, worauf Sie sich konzentrieren.
Warum nur fünf Einträge? Weil die Übersicht der schnelle Blick sein soll und nicht die Recherche. In den allermeisten Fällen decken die Top 5 schon den Grossteil ab. Brauchen Sie die vollständige Liste, führen die Links oben rechts direkt dorthin.
Typische Aha-Momente
Die Übersicht ist die Seite, auf der es oft «klick» macht. Ein paar Muster, die Sie schnell wiedererkennen werden:
- Viele Besuche, wenig eindeutige Besucher. Dieselben Leute kommen immer wieder. Das können treue Fans sein. Oder ganz banal Sie selbst, der die eigene Seite ständig aufruft. Beides gut zu wissen.
- Ein Ausschlag im Verlauf genau am Tag nach dem Newsletter. Dann hat der Newsletter gezogen. So einfach messen Sie ab jetzt, ob sich eine Aktion gelohnt hat.
- Hohe Absprungraten auf dem Handy, aber nicht am Desktop. Ein klares Zeichen: Auf dem kleinen Bildschirm ist Ihre Seite zu mühsam. Zu langsam, zu eng, zu viel Scrollen. Genau da lohnt sich die Arbeit.
- Besucher aus Ländern, die Sie gar nicht ansprechen. Wenn Sie nur in der Schweiz verkaufen, aber die Hälfte kommt aus dem Ausland, stimmt etwas mit Ihrer Ausrichtung nicht.
- Alle Zahlen stabil, nur die Aufenthaltsdauer bricht ein. Meist haben Sie kurz vorher etwas verändert. Ein neues Layout, ein anderer Einstiegstext, ein Werbebanner. Die Besucher kommen noch, aber sie bleiben nicht mehr. Schauen Sie nach, was an diesem Tag passiert ist.
Was bringt mir das?
Die Übersicht beantwortet die wichtigsten Fragen, ohne dass Sie lange suchen müssen:
- Wächst meine Webseite? Schauen Sie auf die Besuche und den Verlauf.
- Erreiche ich echte Besucher oder nur Zufallsverkehr? Die eindeutigen Besucher und die Aufenthaltsdauer sagen es Ihnen.
- Bleiben die Besucher oder sind sie gleich wieder weg? Absprungrate und Aktionen pro Besuch geben die Antwort.
- Wer sind meine Besucher überhaupt? Orte, Geräte und Browser zeichnen das Bild.
Der eigentliche Nutzen liegt im Vergleich über die Zeit. Eine einzelne Zahl sagt Ihnen wenig. Ob 400 Besuche im Monat viel oder wenig sind, hängt ganz von Ihrer Branche und Ihrer Grösse ab. Interessant wird es erst, wenn Sie den Monat mit dem Vormonat vergleichen. Deshalb lohnt sich der Vergleichszeitraum. Er verwandelt eine nackte Zahl in eine Richtung.
Für die Tiefe klicken Sie einfach auf die jeweilige Detailseite. Die Übersicht bleibt bewusst der schnelle Blick fürs Ganze.
Häufige Fragen
Warum ist die Übersicht am ersten Tag fast leer?
Weil nur die Echtzeit sofort zählt. Alle anderen Berichte werden über Nacht aufbereitet und erscheinen am nächsten Morgen. Am zweiten Tag füllt sich die Übersicht von selbst.
Was ist der Unterschied zwischen Besuchen und eindeutigen Besuchern?
Eindeutige Besucher zählen Personen. Besuche zählen, wie oft überhaupt jemand vorbeikam. Kommt dieselbe Person dreimal, ist das ein eindeutiger Besucher und drei Besuche. Die Besuche sind deshalb immer gleich hoch oder höher als die eindeutigen Besucher, nie tiefer.
Ist eine hohe Absprungrate schlecht?
Nicht zwingend. Bei einem Blogartikel liest jemand und geht zufrieden wieder, das ist völlig normal. Auf einer Startseite, die weiterführen soll, ist eine hohe Absprungrate dagegen ein Warnsignal. Schauen Sie also immer, um welche Seite es geht.
Warum zeigt die Echtzeit andere Zahlen als die Übersicht?
Die Echtzeit zeigt, was gerade jetzt passiert. Die Übersicht zeigt den fertig aufbereiteten Zeitraum. Für den laufenden Tag können die Zahlen darum leicht auseinanderliegen, bis die Aufbereitung über Nacht durch ist.
Werden Bots mitgezählt?
Nein. Suchmaschinen-Crawler und Bots filtern wir automatisch heraus. In Ihrer Übersicht sehen Sie echte Menschen. Eine einzige Ausnahme gibt es: Im Bericht Sichtbarkeit werden die KI-Bots absichtlich angezeigt, weil dort genau diese Information interessant ist. In der Besucher-Übersicht tauchen sie nicht auf.
Kann ich zwei Zeiträume vergleichen?
Ja. Aktivieren Sie oben rechts den Vergleichszeitraum. Unter jeder Kennzahl erscheint dann ein farbiger Prozentwert, grün für besser, rot für schlechter.
Meine Zahlen schwanken von Tag zu Tag stark. Ist das ein Fehler?
Bei kleineren Webseiten ist das normal. Ein einziger Newsletter, ein geteilter Beitrag oder ein Feiertag verschiebt die Kurve spürbar. Beurteilen Sie deshalb Wochen statt einzelne Tage. Über mehrere Wochen wird aus Zufall ein Muster.
Ab wann sind die Zahlen aussagekräftig?
Je mehr Besucher, desto ruhiger die Kurve. Bei einer kleinen Webseite mit einer Handvoll Aufrufen pro Tag ist jede Zahl stark vom Zufall geprägt. Warten Sie in diesem Fall zwei bis vier Wochen ab, bevor Sie daraus etwas ableiten.