Video ist in Arbeit. Bis dahin führt Sie die Anleitung sicher ans Ziel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So finden Sie das Besucher-Log
Klicken Sie im Seitenmenü auf «Besucher».
Es öffnet sich ein Untermenü. Wählen Sie dort «Besucher-Log».
Das Besucher-Log öffnet sich.
Wofür das gut ist
Die meisten Berichte in Trustlytics zeigen Ihnen die grosse Linie: wie viele Besuche, woher, an welchem Tag. Das Besucher-Log macht das Gegenteil. Es zoomt ganz nah heran, auf einen einzigen Besucher und seinen Weg durch Ihre Seite.
Genau hier wird es spannend, wenn Sie verstehen möchten, was Besucher wirklich tun. Welche Seiten sie festhalten, wo sie das Interesse verlieren und ab welcher Stelle sie abspringen. Manchmal steckt in diesem einen Weg die Antwort, die Ihnen die grossen Zahlen nie geben.
Was steht in einem Besuchs-Eintrag?
Jeder Besuch steht als eigener Eintrag in der Liste. Links stehen die Eckdaten:
| Angabe | Was sie Ihnen sagt |
|---|---|
| Datum & Uhrzeit | Wann der Besuch begonnen hat. |
| IP (anonymisiert) | Die IP-Adresse wird bewusst unkenntlich gemacht. Kein Rückschluss auf eine Person. |
| Stadt & Land | Der ungefähre Standort des Besuchers. |
| Verweis | Woher der Besucher kam (mehr dazu gleich). |
| Anbieter | Der Internetanbieter des Besuchers (z. B. Swisscom), sofern bekannt. |
Rechts daneben zeigen kleine Symbole Browser, Betriebssystem und Gerät an. Fahren Sie mit der Maus darüber, dann sehen Sie die Details.
Was Sie mit dem Anbieter anfangen können: Taucht statt Swisscom oder Sunrise ein Rechenzentrum oder Hosting-Anbieter auf, ist das oft kein privater Besucher, sondern ein Werkzeug oder ein Firmennetz. Und wenn mehrere Besuche vom selben Anbieter kommen, schaut sich dort womöglich gerade ein Team Ihr Angebot an.
Woher kam der Besucher? (Verweis)
Der Verweis verrät Ihnen, welcher Kanal Ihnen diesen Besucher gebracht hat:
- Direkter Zugriff: Adresse direkt eingetippt oder als Lesezeichen gespeichert.
- Suche: über eine Suchmaschine wie Google gefunden.
- Social Media: über ein soziales Netzwerk hereingekommen.
- Verweisende Website: über einen Link auf einer anderen Seite.
- Kampagne: über einen Link, den Sie selbst markiert haben.
Die Aktivitäts-Timeline
Das Herzstück jedes Eintrags. Von oben nach unten lesen Sie den kompletten Weg durch den Besuch: welche Seite, welche Aktion, wie lange, in welcher Reihenfolge. Wie eine Strasse, die der Besucher entlanggegangen ist, mit jeder Station der Reihe nach.
Die Symbole am linken Rand
Jede Zeile beginnt mit einem Symbol. So erkennen Sie sofort, was der Besucher getan hat:
| Symbol | Was passiert ist |
|---|---|
| Ein Seitenaufruf. Der Besucher hat eine Seite Ihrer Webseite angeschaut. Titel und Adresse stehen daneben (z. B. «/about.html»). | |
| Ein Klick auf einen externen Link, der von Ihrer Seite wegführt (im Bild z. B. zu YouTube). | |
| Ein Download, etwa eine PDF oder eine andere Datei. | |
| Ein markierter Inhaltsblock ist in den Blick gekommen (mindestens zur Hälfte sichtbar, für rund eine Sekunde). So sehen Sie, ob wichtige Inhalte überhaupt gesehen wurden. | |
| Der Besucher hat mit einem markierten Inhalt interagiert, ihn also angeklickt. | |
| Ein Lebenszeichen. Heisst: Der Besucher ist noch da und aktiv auf der Seite. Diese Signale kommen laufend, damit wir die Verweildauer sauber messen können. Standardmässig blenden wir sie aus (mehr dazu gleich). |
Die markierten Inhalte
Zwei der Symbole in der Liste verdienen besondere Aufmerksamkeit, denn sie können etwas, das kein anderer Bericht kann. Sie trennen «gesehen» von «angeklickt».
Das Auge bedeutet: Der Besucher hatte diesen Inhalt tatsächlich vor Augen. Mindestens zur Hälfte sichtbar, für rund eine Sekunde. Der zweite Marker bedeutet: Er hat ihn angeklickt.
Und genau in der Lücke zwischen diesen beiden Angaben steckt die interessanteste Information:
| Was Sie sehen | Was das bedeutet |
|---|---|
| Nie gesehen | Der Inhalt liegt zu weit unten. Die Besucher scrollen nicht so weit. Rücken Sie ihn nach oben. |
| Gesehen, nie angeklickt | Die Platzierung stimmt, die Botschaft nicht. Text, Farbe oder Versprechen überzeugen nicht. |
| Gesehen und angeklickt | Läuft. Machen Sie mehr davon. |
Ein Beispiel aus dem Alltag: Ihr Kontaktbutton wurde bei zwanzig Besuchen zwanzigmal gesehen und keinmal angeklickt. Ohne diese Unterscheidung würden Sie den Button verschieben und sich wundern, dass sich nichts ändert. Mit ihr wissen Sie: Die Position war nie das Problem.
Die Lebenszeichen ein- und ausblenden
Damit die Timeline übersichtlich bleibt, zeigen wir die vielen Lebenszeichen nicht von Anfang an. Sie sehen nur die wichtigen Schritte: Seiten, Klicks, Downloads. Möchten Sie es ganz genau wissen, klicken Sie auf das «+», dann klappen alle Lebenszeichen auf und Sie sehen jeden einzelnen Puls. Für den Alltag brauchen Sie das selten, aber wenn Sie einen Besuch Sekunde für Sekunde nachvollziehen möchten, ist alles da.
Die Zeit zwischen den Schritten
Zwischen manchen Einträgen steht ein kleines «+ 15s» oder «+ 56s». Das ist die Zeit, die zwischen zwei Aktionen verging. So sehen Sie nicht nur, wohin jemand ging, sondern auch, wie viel Zeit er sich unterwegs gelassen hat.
Diese Zwischenzeiten sind aussagekräftiger, als sie aussehen. Eine lange Pause vor einem Klick heisst meist: gelesen und überlegt. Drei Seitenwechsel im Abstand von je zwei Sekunden heissen: gesucht und nicht gefunden.
Die farbigen Badges
Rechts zeigt Ihnen ein farbiges Badge, wie lange jemand auf einer Seite blieb:
| Badge | Was das heisst |
|---|---|
| 🟢 Grün | Hat sich Zeit genommen. 30 Sekunden oder mehr. |
| 🟠 Orange | Kurz reingeschaut. |
| ⚪ Grau | Fast sofort weiter. |
So erkennen Sie ohne langes Suchen, welche Seiten Besucher fesseln und wo das Interesse kippt. Viel Grün auf einer Seite? Die trifft ins Schwarze. Viel Grau? Da läuft etwas schief.
Filtern und sortieren
Sie suchen etwas Bestimmtes? Über «Filter hinzufügen» (Schaltfläche oben) grenzen Sie die Liste ein, zum Beispiel nach:
- Verweis (woher der Besucher kam)
- Land, Stadt, Sprache
- Browser, Anbieter
Rechts daneben liegen vier Symbol-Schaltflächen, mit denen Sie die Liste sortieren:
| Symbol | Sortierung | Zeigt zuerst … |
|---|---|---|
| Zeit | die neuesten Besuche (Standard). | |
| Engagement | die längsten, intensivsten Besuche. | |
| Gerät | gruppiert nach Gerätetyp. | |
| Land | gruppiert nach Herkunftsland. |
Und die Kombination, die am meisten bringt: Filtern Sie nach «Kampagne» und sortieren Sie danach nach Engagement. So erkennen Sie nicht bloss, wie viele Besucher eine Aktion gebracht hat, sondern ob es die richtigen waren. Zehn Besuche mit langen Wegen sind mehr wert als hundert, die sofort wieder gehen.
Das Besucherprofil
Klicken Sie bei einem Besuch auf «Besucherprofil ansehen», öffnet sich ein Fenster mit dem kompletten Profil dieses Besuchers. Alle seine Besuche gebündelt an einem Ort.
Und hier wird es richtig spannend. Hat jemand Ihre Webseite dreimal besucht, bevor er eine Anfrage geschickt hat? Hier sehen Sie den ganzen Weg, von der allerersten bis zur letzten Sitzung.
Zur Einordnung, weil es leicht zu Missverständnissen führt: «Alle Besuche» heisst alle Besuche desselben Tages. Nicht alle Besuche der letzten Wochen. Was Sie hier lesen, ist also die Geschichte eines Tages, und die ist oft aufschlussreich genug.
Das Fenster ist in zwei Bereiche geteilt: links eine Zusammenfassung über den Besucher, rechts die einzelnen Besuche im Detail.
Links: die Zusammenfassung
- Ort: aus welcher Stadt und welchem Land der Besucher kam. Waren es mehrere Orte (etwa einmal aus dem Büro, einmal von unterwegs), werden alle aufgelistet.
- Zusammenfassung: wie viel Zeit der Besucher insgesamt über alle Besuche hinweg auf Ihrer Webseite verbracht hat, wie viele Seiten er insgesamt angeschaut und wie viele Ziele er erreicht hat (z. B. ein Kontaktformular abgeschickt).
- Tech-Profil: mit welchem Browser, Betriebssystem und Gerät der Besucher unterwegs war, dazu Bildschirmauflösung und Sprache. So erkennen Sie zum Beispiel, ob jemand am Handy oder am Desktop surft.
Rechts: die einzelnen Besuche
Jeder Besuch dieses Besuchers steht als eigener Block, der neueste zuoberst. Pro Besuch sehen Sie:
- Datum & Uhrzeit: wann der Besuch stattfand.
- Engagement: ein farbiges Kennzeichen, wie intensiv der Besuch war (Absprung, kurz oder engagiert).
- Anzahl Aktionen & Dauer: wie viele Seiten und Aktionen und wie lange dieser eine Besuch gedauert hat.
- Woher der Besucher kam: direkt, über eine Suche, Social Media, eine andere Website oder eine Kampagne. Kam er über eine markierte Kampagne, sehen Sie zusätzlich Kampagnenname, Quelle und Medium.
- Aktivitäts-Timeline: der genaue Weg durch diesen Besuch. Welche Seite in welcher Reihenfolge, wie lange jeweils, inklusive Downloads, Klicks auf externe Links und Interaktionen mit Inhalten.
Typische Aha-Momente
Ein paar Situationen, in denen das Besucher-Log plötzlich richtig nützlich wird:
- Der Besucher, der lange überlegt hat. Sie sehen im Profil, dass jemand am selben Tag zuerst Ihre Startseite anschaute, dann zweimal zur Preisseite zurückkehrte und erst nach einer guten Viertelstunde das Kontaktformular abschickte. Aha, der hat sich das gut überlegt, bevor er sich meldete. Gutes Wissen für Ihr Follow-up.
- Alle springen auf derselben Seite ab. Sie klicken sich durch ein paar Einträge und merken: Fast alle Besuche enden auf ein und derselben Seite, meist mit einem grauen Badge. Ein deutliches Zeichen, dass mit dieser Seite etwas nicht stimmt.
- Die eine Seite, die alle festhält. Immer wieder ein grünes Badge auf demselben Artikel? Diese Seite arbeitet für Sie. Vielleicht lohnt es sich, von dort aus stärker auf Ihr Angebot zu verweisen.
- Gesehen, aber nie geklickt. Ihr wichtigster Button erscheint in der Timeline regelmässig als «gesehen», aber fast nie als «angeklickt». Dann ist er sichtbar und trotzdem wirkungslos. Nicht die Position ist das Problem, sondern die Botschaft.
- Ein Blick, der Sie erdet. Manchmal sagt der reale Weg eines einzigen Besuchers mehr als jede Prozentzahl. Sie sehen, wie jemand tatsächlich durch Ihre Seite navigiert, und verstehen sofort, wo es hakt.
Was bringt mir das?
Das Besucher-Log ist Ihre Detail-Lupe:
- Verhalten verstehen: sehen, welchen Weg ein Besucher genommen hat, Schritt für Schritt.
- Interesse messen: grüne Badges zeigen, welche Seiten wirklich gelesen werden.
- Wirkung prüfen: erkennen, ob Ihre wichtigsten Inhalte gesehen und auch angeklickt werden. Das kann kein anderer Bericht.
- Wiederkehrer erkennen: über das Profil den Weg bis zur Anfrage nachvollziehen, innerhalb desselben Tages.
Der eigentliche Wert liegt darin, dass Durchschnitte lügen. Nicht absichtlich, aber sie glätten die Ausschläge weg. Eine Absprungrate von 60 Prozent sagt Ihnen nicht, warum jemand ging. Drei Besuche im Log, die alle an derselben Stelle enden, sagen es Ihnen sofort. Das ist der Unterschied zwischen einer Zahl und einer Erklärung.
Ein Rat zur Dosierung: Lesen Sie nicht hundert Einträge. Nehmen Sie fünf bis zehn, am besten sortiert nach Engagement, und schauen Sie diese wirklich genau an. Für Zahlen und Trends über viele Besucher hinweg nehmen Sie die Besucher-Übersicht. Das Besucher-Log ist bewusst der Blick auf den einzelnen Besuch.
Häufige Fragen
Kann ich einen einzelnen Besucher persönlich identifizieren?
Nein, und das ist Absicht. Sie sehen Herkunft, Gerät und den Weg durch Ihre Seite, aber keine Namen, keine E-Mail-Adressen, nichts Persönliches. Sie verstehen das Verhalten, Sie verfolgen keine Personen. Genau dafür gibt es uns.
Wie werden verschiedene Besuche demselben Besucher zugeordnet?
Das passiert über technische Merkmale, nicht über persönliche Daten. Und genau deshalb gilt die Zuordnung immer nur innerhalb desselben Tages, nicht über Tage hinweg. Kommt jemand morgen wieder, ist das für Trustlytics ein neuer Besucher. Das ist Absicht: Wir arbeiten ohne Cookies und verfolgen niemanden über längere Zeit. Weil die Zuordnung auf technischen Merkmalen beruht, ist sie eine gute Schätzung, keine hundertprozentige Gewissheit. Für den Alltag reicht das bestens, um Muster zu erkennen.
Was bedeuten die farbigen Badges genau?
Sie zeigen, wie lange jemand auf einer Seite geblieben ist. Grün heisst 30 Sekunden oder mehr, Orange heisst kurz, Grau heisst fast sofort weiter. So erkennen Sie auf einen Blick, welche Seiten fesseln.
Was ist der Unterschied zwischen «gesehen» und «angeklickt»?
Das Auge in der Timeline heisst: Der Inhalt war für den Besucher sichtbar. Der zweite Marker heisst: Er hat ihn angeklickt. Diese Trennung zeigt Ihnen, ob ein Element zu weit unten liegt oder ob es einfach nicht überzeugt. Beide Symbole erscheinen nur bei Inhalten, die Sie vorher selbst markiert haben.
Werden Bots im Log angezeigt?
Automatische Zugriffe wie Suchmaschinen-Crawler werden erkannt und im Profil klar als «Bot» gekennzeichnet. So verwechseln Sie einen Crawler nicht mit einem echten Interessenten.
Warum sehe ich bei manchen Besuchen keinen Verweis?
Weil sich nicht immer feststellen lässt, woher jemand kam. Wer die Adresse direkt eintippt oder ein Lesezeichen nutzt, hinterlässt keine Spur zur Herkunft. Solche Besuche laufen unter «Direkter Zugriff».
Wie weit zurück kann ich Besuche anschauen?
So weit, wie es Ihre Datumsauswahl oben in der Kopfzeile zulässt. Stellen Sie den Zeitraum ein, dann zeigt das Log genau die Besuche daraus.
Ist das Besucher-Log dasselbe wie der Bericht Echtzeit?
Nein, auch wenn sich beide auf einzelne Besuche beziehen. Der Bericht Echtzeit zeigt den laufenden Moment und die letzten Stunden. Das Besucher-Log arbeitet mit dem Zeitraum, den Sie oben einstellen, und bietet Filter, Sortierung und das vollständige Besucherprofil. Für den Blick jetzt nehmen Sie die Echtzeit, für die Analyse das Log.